Food Trends: Auf diese Food Neuigkeiten können wir uns freuen!

Seid ihr auch zum Jahresbeginn gespannt auf die Food Trends? Auf das, was uns kulinarisch erwartet? Welche neuen Produkte gibt es im Handel? Was landet auf unserem Teller? Also ich freue mich schon seit Monaten wie ein kleines Kind darauf und bin wie immer ganz tief in die Food Materie eingetaucht. Und eines kann ich euch jetzt schon sagen: Es gibt einige Neuigkeiten, tolle kulinarische Entdeckungen und gesunden nachhaltigen Genuss!

 

Trends in Transition

Natürlich nehmen auch 2020 laut aktuellem Food Report von Hanni Rützler die verschiedenen, teilweise ineinander übergehenden Ernährungsstile einen großen Raum ein. Um den gesellschaftlichen Wandel in der Food-Welt greifbarer zu machen und die kulinarische Zukunft als Gestaltungsraum zu verstehen, sind im Report wieder diejenigen Trends zusammengefasst, die langanhaltenden, besonders hohen oder tiefgreifenden Einfluss haben - die sogenannten Megatrends wie Konnektivität, Urbanisierung, New Work, Gesundheit, Gender Shift, Individualisierung und Neo-Ökologie. In der aktualisierten Food Trend Map sind zudem speziell übergreifende Food Trends zu Gruppen gebündelt dargestellt.  

In der aktualisierten Food Trend Map sind speziell übergreifende Foodtrends zu Gruppen gebündelt dargestellt
Food Trend Map 2020

Die 5 wichtigsten Food Trends 2020

Die Art, sich zu ernähren, erreicht das nächste Level. Wir wollen gut essen, wir wollen nachhaltig essen, wir wollen lecker essen. Hersteller von Nahrungsmitteln, Food Trucks, Restaurants und Supermärkte passen sich den Food Trends 2020 schon an. Und voilá:

Hier sind sie - die 5 Food Trends 2020

1. Snackification: Flexibel und mobil essen

Flexibel und mobil essen mit den trendy Mini-Mahlzeiten wie Wraps
Chicken Teriyaki Wrap mit Avocado

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Trend ist mein persönlicher Favorit. Gefuttert wird, wenn der Hunger anklopft - und nicht dann, wenn es die Uhr beziehungsweise der Alltag bestimmt. Die Lust, flexibler und mobiler zu essen und sich kurzerhand am Food Truck oder Supermarkt etwas Leckeres auf die Hand zu holen, wird immer größer. Das hat zur Folge, dass die traditionellen Mahlzeiten am Tisch wie Vorspeise, Hauptspeise und Dessert durch das Hintertürchen abgeschoben und durch "Snacks to go" ersetzt werden. Dass nennen wir Snackification. Damit sind aber nicht Currywurst, Fritten und Hamburger gemeint, sondern gesundes und nachhaltiges Food de Luxe. Die trendy Mini-Mahlzeiten sind also frisch, gesund, lecker und kombinierbar. Ich setze auf saisonal abgestimmte Bowls, Wraps, Tapas, Sushi, Salate und Suppen.

2. Urban Food: Nur gutes kommt ins Kröpfchen

Vegane oder vegetarische Kreation - Urban Food ist ein Foodtrend
Urban Food

 

 

 

 

 

 

Was ich spitzenklasse finde: Die Produktion und Verarbeitung von Nahrungsmitteln und der Konsum rücken wieder näher zusammen. 

Und dank neuer Technologien gelangt die Landwirtschaft in den urbanen Raum. Gleichzeitig wird die Erzeugung neuer Nahrungsmittel möglich - gerade fleischlose Alternativen stehen hoch im Kurs.

Vegane oder vegetarische Kreationen und Produkte ohne Zusatzstoffe haben Vorrang. Und zudem hinterfragen wir die Herkunft und Verarbeitungsweise von Lebensmitteln.

"Urban Food steht für ein neues Bewusstsein und für eine neue Bewegung, die Alternativen zu traditionellen Ernährungssystem vorantreiben möchte", heißt es auf der Webseite des Zukunftsinstituts

3. Plant Based Food 2.0: Auf einen nachhaltigen Mix kommt es an

Food Trend-mehr Gemüse,Getreide und Kräuter im Essen
Plant Based Food 2.0

 

 

 

 

 

Was die vergangenen Jahre bereits zeigten: Unser Appetit auf Fleisch sinkt.

Wir packen mehr pflanzliche Kost auf unsere Teller. Der Food Trend 2020 prognostiziert, dass wir generell noch mehr zu Gemüse, Getreide und Kräutern greifen werden.

Vegetarische Produkte und veganes Novel-Food werden die Supermarktregale, Speisepläne und Menükarten in Restaurants immer mehr bestimmen.

Ich gehe aber davon aus, dass auch Flexitarier ihren Platz finden, denn beim Genießen ist nichts wirklich verboten.

Alles ist erlaubt, was nachhaltig, ethisch sowie ökologisch okay und gesund ist. Das bedeutet, dass auch gutes Bio-Fleisch seine absolute Berechtigung beibehalten wird.

4. Meet Food 3.0: Ich weiß genau,was ich esse

Einkaufen auf dem Wochenmarkt, Verbrauchen wollen die Nahrungsmittel kennen, die auf den Tisch kommen.
Meet Food 3.0

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich wollen wir die Nahrungsmittel kennen, die auf unseren Tisch kommen.

Dieser Trend geht auf eine höhere Ebene. Das heißt: Wir kaufen zwar immer noch gerne auf dem Wochenmarkt, im Hofladen nebenan, beim Winzer unseres Vertrauens und in Spezialgeschäften ein. Aber viele ihr erworbenes Produkt wirklich bis ins kleinste Detail kennen. Eine gläserne Produktionsstätte ist dementsprechend willkommen.

Auch der Kauf von Fleisch geht künftig über den regionalen Metzger hinaus. Mit Freunden und Bekannten wird ein Kalb gekauft, das gegen Unterhaltskosten glücklich auf der Wiese sein Leben genießen darf. Und wenn es soweit ist, wird das Fleisch geteilt.

Beyond plastic: natürlich verpackt

Verpackungshersteller gehen 2020 neue Wege in Richtung nachhaltige Verpackungen
Beyond plastic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es kommt nicht mehr nur darauf an, was drin ist, sondern auch darauf, wie es verpackt ist.

Plastik, das unsere Umwelt und die Meere belastet, geht gar nicht!

Verpackungshersteller müssen neue Wege in Richtung nachhaltige Verpackungen gehen.

Oder noch besser: Produkte erst gar nicht einpacken.

Übrigens: Immer mehr Foodies verzichten auf Kohlenhydrate und schwören auf Alternativen aus Nüssen, Früchten und Gemüse. Ich glaube, dass sich 2020 neben Mandel- und Kokosmehl nun auch Mehlsorten aus Früchten und Gemüse etablieren werden wie zum Beispiel aus Kochbananen.

 

Fazit: Das Food Jahr 2020 wird also spannend. Einige Produkte werden aus den Regalen verschwinden, und neue Produkte erstrahlen in hellem Licht.

Trotz der tollen Food Trends 2020: Auch traditionelle Rezepte und Hausmannskost aus hochwertigen Zutaten bleiben beliebt. Wir wissen ja: Oma hatte es einfach drauf! Was auch immer sie zubereitete - die ganze Familie war begeistert.

Ich möchte gemeinsam mit Euch die Kochkünste unserer Großmütter ehren. Und zwar mit einer Rezeptesammlung. Sendet mir doch einfach euer persönliches Lieblingsrezept von Großmutter zu - das kann ein Käsekuchen sein, der Kartoffel-Gurkensalat, die Kärntner-Kasnudeln, Omas oberleckerer Sauerbraten oder Königsberger Klopse...

Ich werde die klassischen Rezepte dann nachkochen. Zudem werde ich sie auch in das Foodtrend 2020 Thema #Snackification umwandeln und modern interpretieren!!!

Bin schon sehr gespannt auf eure Einsendungen.


Foodtrends in der Gemeinschaftsgastronomie

Foodtrends in der Gemeinschaftsgastronomie
Foodtrends in der Gemeinschaftsgastronomie

 

Der Zeitgeist in Sachen Food ist: Essen, wann, wo, was und wie wir wollen – und das auch noch lecker, gesund und nachhaltig! Daheim und auswärts gleichermaßen. Viele Restaurants haben sich dem New Food Trend angepasst. Aber die Gemeinschaftsverpflegung beispielsweise in Betrieben, Unis, Schulen oder Krankenhäusern muss diesen Ansprüchen noch gerecht werden. Ich frage mich: Ist das überhaupt möglich – und wenn, wie?

 

Tonistrendlupe berichtet über Foodtrends und ist diesmal dem Thema Gemeinschaftsgastronomie nachgegangen. Dabei sind wir einigen Veränderungen auf die Spur gekommen. 

Heute bestimmen wir, was auf dem Teller landet

Waren einst Schnitzel, Currywurst & Co. in der Kantine und der Mensa heiß begehrt, so schenken wir den klassischen, meist sehr fettreichen Gerichten, heute kaum noch einen Blick. Die Gerichte sind einfach nicht mehr zeitgemäß! Uns kommt es nämlich nicht mehr nur auf den Geschmack an, sondern auch auf den qualitativen Inhalt. Laut der TKErnährungsstudie essen wir gesünder und legen Wert auf Nachhaltigkeit. Immer wichtiger ist uns heute, dass Lebensmittel regional, saisonal und bio sind, umweltfreundlich hergestellt und zubereitet werden. Kurz: Wenig Fleisch und Fertigprodukte, dafür viel regionales Gemüse und Obst dürfen auf den Teller. Und das erwarten wir auch bei der Gemeinschaftsverpflegung in Betriebskantinen, an Schulen und der Uni, im Krankenhaus und Seniorenheim. 

Neue Technologien, um gesunde Lebensmittel zuzubereiten

Deutschlands Gemeinschaftsgastronomie versucht, sich den Bedürfnissen ihrer Gäste anzupassen. Laut dem GV-Barometer der Internorga wollten bereits 2018 59 % der befragten Unternehmen mehr für Innovationen in ihren Betriebsrestaurants investieren. Das beinhaltet eine optimierte Küchenausstattung, neue Technologien, die eine Zubereitung von frischen Gerichten, Cook-and-Chill-Menüs und Snackification ermöglichen. Zusätzliche nachhaltige Ziele im Sinne der Natur und Umwelt werden

 

Es gilt, Abfälle zu vermeiden und Reste zu verwerten. Zukunftsweisend in diesem Bereich ist die Mensa Uni Bavaria https://foodkompanions.com/Mensa-2-0-DieMensamorphose. In der Mensa 2.0 werden zum Beispiel die Küchenabfälle zu Kompost verarbeitet. Dieser wird dann später abgepackt zum Kauf angeboten. Selbst der Kaffeesatz wird wiederverwertet. Mit einem speziellen Verfahren weiterverarbeitet und gepresst, werden daraus eigene umweltfreundliche Tassen hergestellt. Überschüssige Lebensmittel werden nicht weggeworfen, sondern anders weiterverarbeitet. Zudem machen digitale Tools die dazu notwendigen Prozesse wie beispielsweise Fermentation und Gärung im Livestream sichtbar. Per App kann sogar der eigene Verbrauch und enthaltene Nährstoffe deutlich gemacht werden. Ich finde das sehr spannend! Doch die neuen Technologien stecken in der Gemeinschaftsgastronomie im Allgemeinen noch in Kinderschuhen. Zum Glück aber versuchen die meisten inzwischen, ihre Speisepläne upzudaten und Foodtrends in ihre Küche einzuführen.

Foodtrends in der Gemeinschaftsgastronomie

Um den Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden, werden die Speiseangebote immer mehr auf Vorlieben und Nachhaltigkeit zusammengestellt. Aber auch LebensmittelUnverträglichkeiten, Veganismus und religiöse Lebensmittelvorschriften sind ein großes Thema, das langsam in der Gemeinschaftsgastronomie umgesetzt wird. Außerdem wird in vielen Kantinen auf die allgemeine Lust auf To-Go-Speisen und Mini-Mahlzeiten Rücksicht genommen.

Im European Fusion Streetfood angekommen

Beliebt sind Burger in gesund erscheinenden Varianten – gerne auch vegetarisch und vegan, Bowls, Ramen, spanische Tapas, Mezze und japanische Bento-Boxen – das zeigt eine Umfrage von Bookatable. European Fusion Streetfood präsentiert uns die ungewöhnlichsten Speisen-Kombinationen – gemixt wird, was schmeckt und gesund ist. Asiatische Esskultur strömt da mit ein: Algen, Edamame-Bohnen und roher marinierter Fisch sind ein Foodtrend. Asia Suppen ersetzen die klassischen Eintöpfe, und Pho oder auch Ramen sind auf dem Vormarsch. Ganz vorne mit dabei ist Kumpir, ein Gericht aus der Türkei. Das ist mehr als nur eine Ofenkartoffel, denn der Clou liegt in der Füllung: Gemüse, Feta, Rotkraut, Oliven, eingelegte Tomaten, Couscous, gebratenes Fleisch. Zu einer Rundum-Geschmacksbombe wird Kumpir durch eine Sauce on top, beispielsweise mit Quark, Salsa oder Sweet-Chilli – oder alle Saucen auf einmal. Der Food Report 2020 zeigt eindeutig die quirlige Tendenz: Die Leute wollen neue Zutaten, neue Zubereitungsarten und neue Geschmacksrichtungen.

 

Meine Prognose: Die Ernährung und die Essgewohnheiten haben sich langfristig geändert. Ergo: Sinnvoll sind New Food Produkte für die Gemeinschaftsgastronomie! Denn nur so können sie in Zukunft überleben. Die Umsetzung auf New Food, Snackification und exotische Mima (Minimahlzeiten) bedeutet natürlich ein Umdenken, gute Recherche und detaillierte Planung. Ich, DER Foodblogger Baden-Württemberg, hat sich dazu Fragestellungen überlegt, die vor einer Umsetzung sinnvoll sind, um die Küche upzudaten:

 

• Welche Speisen sind momentan gefragt?

• Welche Mima-Rezepte sind besonders beliebt?

• Wie können die Gerichte dementsprechend kalkuliert und kostengünstig umgesetzt werden?

• Welche Küchen-Ausstattungen sind notwendig?

• Inwieweit soll Fleisch von der Speisekarte gestrichen werden?

 

• Ist Kunstfleisch eine Alternative? 

Kunstfleisch versus Fleisch

Dass zu viel Fleisch auf unserem Teller der Gesundheit und Ökologie nicht gut tut und Massenhaltung Tierquälerei bedeutet, ist uns allen klar. Könnte Fleisch aus dem Labor eine Option sein? Für sogenanntes Kunstfleisch werden beispielsweise einem Rind oder Huhn Stammzellen entnommen, die sich in einer Nährlösung im Glas (in vitro) vermehren. Innerhalb von drei bis vier Wochen wächst auf diese Weise ein Stück Fleisch heran. Die Produktion ist hygienisch und ökologisch, kein Tier muss leiden. Doch der übermäßige Verzehr von tierischen Fetten und Proteinen aus der Petri-Schale haben den gleichen negativen Effekt auf die Gesundheit wie normales Fleisch (Stichwort Cholesterin). Doch bis Kunstfleisch in aller Munde ist, fließt sicher noch viel Wasser den Rhein hinunter.

Es grüßt euch Toni, von Tonis Foodblog aus Stuttgart